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Show 1038 Sieweiler Mühle - Silackerkopf. Wallfahrtsort der hl. Dorothea. Die heutige kath. Kirche ist l*lo erbaut worden. i , e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Saarunion) 54,1 ha. Sieweiler M ü h l e , Geh. (Gde. Sieweiler, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 1 E. 1 Hs. Bis 1**1 Mühle. Siffersbach s, Larg 21. Sigelgraben s. 111 31. Signalberg, B., 427 m, TP, südl. Reyersweiler, Ka. Bitsch. Signalberg, IL, 26') m. TP. bei 254,6 m ) , nördl. Güblingen, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins. Sigolsheim, Df. (Ka. Kaysersberg [1790 Ka. Türkheim, 1795-1802 Ka. Ammerschweier], Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 927 E. 172 Hsr. (12 GRe.) - 195 m. - AG. Kaysersberg (3,0); Strbst. S. (0,9). - In fine Sigolt m a r c a 759; Sigoltesheim 1133; ma. Sijlse. - Die Gde. umfasst den HO. S. 004 E. 169 Hsr.) und die A O . Fechtwald, Mattenmühle und Priegel. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Kaysersberg. Fw. (s. 1844, 2 Spritzen). - Zweigniederlassung der Rhein.-Westf. Kapuziner-Provinz; duldungsweise und widerruflich zugelassen den 15 Mai 1***. Zweck der Niederlassung ist hülfsweise und ausserordentliche Seelsorge. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Kaysersberg (s. 1802). Schutzheilige: Petrus und Paulus (29. Juni). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Augsb. Konf. in Kassersbe-rg is. l*ol, vorher zu Reichenweier), die Reformirten zur Pfarrei Markirch. - 2 kleine Getreidemühlen mit Wasserkraft. Sägemühle mit Wasserkraft, verbunden mit Schlosserei und Hammerschmiede. Elektrische Beleuchtung. Altes Dorf; schon 750 erwähnt; (ob identisch mit dem Sigwaldi m o n o , wo die Söhne Ludwigs des Frommen 833 vor der Gefangennahme ihres Vaters lagerten?). Im 9. Jhdt. waren die Klöster Granfelden, Etival und Ebersheim in S. begütert. Ebersmünster besass dort den Oberhof (Dinghof), der Ueberlieferung nach von Herzog Attich geschenkt; Weisthum von 1320; der Hof 1701 für 64 000 Frcs. als Nationalgut verkauft; heute Kapuzinerkloster. Auch Kloster Granfelden hatte einen Hof zu S., ebenso Kloster Pairis (1239, 1335). Der Unterhof (gleichfalls Dinghof) gehörte der Abtei Münster; Weisthum von 1407. Begütert zu S. waren ausserdem Kloster Hohenburg (1050), Kloster Schuttern (1136), das Strassburger Domstift (1219), die Herren von Lichtenberg (1279), sowie die von Rappoltstein, die einen Hof als Lehen des Bisthums Basel besassen, von dem sie jedoch auch Abgaben an Kloster Etival entrichten mussten; vor 1295 die Deutschordenskomthurei Kaysersberg, endlich 1812 die Johanniterkomthurei Colmar. Das Dorf gehörte zu der von Oesterreich lehnsab-hängigen, von Ludwig NIV. 1714 der Stadt Colmar geschenkten HerrschaftHoh landsbergfs. d.). Einadliges Geschlecht vonS., schon im 12. Jhdt. erwähnt, später in Basel und Colmar ansässig, scheint im 15. Jhdt. ausgestorben zu sein. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Ultra Colles des Bisthums Basel. Die Kirche wurde von der Kaiserin Richardis, Gemahlin Karls des Dicken, im 9. Jhdt. gegründet und dem Kloster Etival geschenkt; im 12. Jhdt. durch den jetzigen Bau ersetzt. Das Patronatsrecht mit Zehnten ging jedoch im 13. Jhdt. an die Herrschaft Rappoltstein über, die es fortan bis zur Revolution als Lehen des Baseler Bisthums besass. 1441 Rektorat, Vikariat, Primissariat und 4 Kaplaneien. Die Kirche zu S. war Mutterkirche von Kienzheim und Kaysersberg. 1022 wird in S. eine St. Mauritiuskapelle erwähnt, die von Leo IX. ca. 1050 eingeweiht wurde. - Neolithische und römische Funde. Kirche < St. Peter und Paul», Bau aus dem 12. Jhdt. mit modernem Chore (gesch. Dkm.). Im Orte einige Steinhäuser aus dem 16. Jhdt. Vor dem Orte, nach Bennweier zu, die St. Annakapelle, ein spätgothischer Bau. - S. ist Geburtsort des Strassburger Bischofs Andreas R a e s s (1794 bis 1887, Bischof seit 1840). G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Kaysersberg) 508,2 ha. | (Tannen-Hochwald). K a m in den Besitz der Gde. durch Theilung mit Lazarus von Schwendy, Herrn von Hohlandsberg 1570, bestätigt durch Unheil vom 13 Frimaire des Jahres X der franz. Republik (s. den folg. Art.). S i g o l s h e l m e r M a r k , ehemalige Markgenossenschaft im Kaysersberger Thale. das Mutterdorf S. und die Banne von Kienzheim und Kaysersberg umfassend. Die Feldmark wurde schon in alter Zeit unter die drei Gden. aufgetheilt, die Waldmark blieb dagegen ungetheilter, ge- I meinsamer Besitz («gemeine Waldmark»). A m Markwalde scheint auch das Reich besondere Herrenrechte gehabt zu haben. Die Waldrcchte der Markgenossen wurden, wenigstens in der Folge, als Nutzungsrechte betrachtet. Die 7 mitberechtigten Dinghöfe erscheinen theilweise schon früh - wohl in Folge kaiserlicher Schenkungen - in Händen von geistlichen Stiftern. Diese Dinghöfe waren folgende: Hunuweier-Mittelweier (Kloster St. Die, unter der Reichsvogtei Kaysersberg), Ingersheim (St. Die\ unter der Vogtei von Hohlandsberg), Kienzheim (Abtei Zürich, seit 1291 Abtei Lützel), Minnenweiler (Meyweier) (von der Kaiserin Adelheid im 10. Jhdt. der Abtei Murbach verliehen, seit 1501 der Abtei Alspach gehörig), Türkheim (Abtei Münster), der Oberhof in Gemar (Herrschaft Rappoltstein). Das Waldgericht wurde in Weinbach abgehalten. Ein Theil des Markwaldes ist 1570 zwischen S. und Kienzheim abgetheilt worden. Die Markgenossenschaft wurde in der Revolution aufgelöst und jeder der 3 Gemeinden ein Drittel des Waldes zugetheilt, während Kaysersberg mehr verlangt hatte. - Vergleiche: Eine Markgenossenschaft im Kaysersberger Thal, von der Vogesenklub-Sektion in Kaysersberg. Colmar 1888. S i g o l s h e i m e r H ö h e , 100 m (TP. bei 392,3 m), reben-bewachsener Vorhügel mit Schutzhütte des Vog.-Clubs nördl. Kienzheim und Sigolsheim bei Kaysersberg. Der die Kuppe des Berges bedeckende Wald heisst das Reisser-w ä 1 de 1 e. Sigrist, Hs. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). Früher besonderer A O . der Gde. Oberehnheim, hängt jetzt mit dem AO. H o m b u r g e r h o f (s. d.) derselben Gde. zusammen. Sigrist, Sgm. (Gde. Börsch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). Früherer A O . der Gde. Börsch, zählt jetzt zum AO. Entenpfuhl derselben Gde. Sil, abgeg. Kloster im Silthal (Gde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Sile 1253; Syle (st. Niclaus zu Syle) 1347. Ursprünglich wurde das Kloster von Augustinerinnen bewohnt, welche 1257 nach Schlettstadt übersiedelten. An ihre Stelle traten später Augustinermönche von Herival im Touler Bisthum. 1317 übergab der Bischof Gerhard von Basel das Kloster S. (mit Zustimmung des Priors Guericus von He"rival) dem Kloster Marienzeil im Schwarzwald, welches bis zum Anfang des lo. Jhdts. im Besitze verblieb. A m 12. Juni 1510 verkaufte Abt Lucas von Marienzell alle zu S. gehörigen Güter und Rechte für 250 Rheinische Gulden an die Herren von Rappoltstein, welche auf solche Weise den Kirchensatz der St. Nikolauskirche zu S., sowie den Berg, <darauf das gotzhüselin st. Niclaus», mitsammt der zugehörigen Behausung erwarben. 1524 wurde die Kirche (wohl nur Kapelle) einem Franziskanerbruder übertragen, und 1539 wird noch von einem dort wohnenden Bruder berichtet, dem gegenüber der Vogt von Reichenweier das betreffende Gelände als unter württembergischer Jurisdiktion stehend bezeichnet hat. Weitere Nachrichten fehlen; es ist anzunehmen, dass das Klosterhaus bald darnach verlassen worden ist: nur noch geringe Ueberreste desselben sind vorhanden, Silackerkopf, 961 m, a m Südabhang des vom Hohneck in östlicher Richtung auslaufenden Bergrückens, nordwestl. Metzeral im obern Fechtthal. [Silaeck er (18. Jhdt.): |