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Title Ausgefuhrte Bauten und Entwurfe
Subject Wright, Frank Lloyd, 1867-1959; Architecture--Drawings and plans
Creator Wright, Frank Lloyd, 1867-1959
Description German version of Frank Lloyd Wright's introduction to the pair of folios published in 1910-1911 by Ernst Wasmuth to publicize Wright's work to the European world.
Contributors Ernst Wasmuth (Firm)
Date 1910
Type Text
Format image/jpeg
Language ger
Coverage Time: 1910
Rights Management J. Willard Marriott Library, University of Utah copyright 2001
Holding Institution J. Willard Marriott Library, University of Utah
Scanning Technician Kelly Taylor
Metadata Cataloger Clifton Brooks; Ken Rockwell
Call Number NA737.W7 A28
ARK ark:/87278/s6057cw3
Setname uum_rbc
Date Created 2005-03-11
Date Modified 2018-03-13
ID 204507
Reference URL https://collections.lib.utah.edu/ark:/87278/s6057cw3

Page Metadata

Title Page 003
Subject Frank Lloyd Wright; architects; architecture
Creator Wright, Frank Lloyd, 1867-1959
Description N ach der Veroffentlichung eines friiheren Artikels, den ich in der Absicht geschrieben habe, die Natur des Glaubens und der Art und Weise, welche dieses Werk geschaffen haben, festzustellen, hat sich mir Gelegenheit geboten, die Werke jener herrlichen Gruppe der Florentiner Architekten, Bildhauer und Maler als da sind: Giotto, Arnolfo, Pisano, Brunelleschi und Bramante, Sansovino und Michel Angelo zu studieren. Keine Grenze war zwischen den Ktinsten ihrer Epoche gezogen. tur sind gute Malerei, Einige Werke der Skulp- das meiste der Malerei ist gute Skulptur, und in beiden liegen die Vor- bilder der Architektur. Wo diese Vermischung nicht eine harmonische Verschmelzung ist, ist sie ebenso staunenerregend wie unghicklich. Der Versuch, die Werke streng als reine Malerei, reine Skulptur oder reine Architektur zu klassifizieren, wtirde ganz unmoglich sein, selbst wenn es such fur erziehliche Zwecke wiinschenswert ware. Aber sei dem, wie es wolle, was diese Manner von Florenz von ihren griechischen, byzantinischen und romischen Vorfahren sich zu eigen gemacht hatten, vermachten sie Europa als den Kern der Renaissance, und diese hat, wenn wir den gotischen Einfluss des Mittelalters davon abziehen, die Seele der akademischen schonen Kiinste Europas ausgemacht. Van diesen italienischen Leuchten wurden Tausende von franzosischen, deutschen und englischen Lichtern entflammt, welche Ioderten, fur eine Zeit schwach flackerten und bald in der Sinnlichkeit und ijbertreibung spaterer Perioden nur noch glimmten, bis sie in banaler Architektur wie in der des Rokoko oder in namenlosen Bauarten, wie z. B. der des Louvre, ganz verloschten. Das bezieht sich auf jene Bauwerke, welche mehr oder weniger professionelle Verkorpe- rungen eines Strebens nach dem Schonen waren, welche gewissenhaft danach trachteten, schon zu sein. Trotzdem Iiegt hier, wie anderswo, die wahre Basis fur irgendein ernsthaftes Studium der Baukunst in jenen einheimischen Bauwerken, jenen bescheidensten Bauten, welche fur die Architektur das sind, was die Volkssagen fur die Literatur oder die Volkslieder fiir die Musik bedeuten, und f+ die die Architekten sich selten interessierten. In dem Aggregat derselben liegen die Ziige, welche ihre Natur charakteristisch deutsch, italienisch, franzdsisch, hollandisch, englisch oder spanisch gestaltet - je nachdem. Die Charakterziige dieser Bauwerke sind national, und wenn oft such nur schwach angedeutet, so hangt doch ihre Kraft eng zusammen mit der Umgebung und den Lebensgewohnheiten des Volkes. Ihre Funktionen werden wahrhaft aufgefasst und mit natiirlichem Gefiihl ausgefiihrt. Sie sind immer lehrreich und oft schon. So liegt unter den ehrgeizigen und selbstbewussten Bliiten der menschlichen Seele, den Ausdriicken der ,,Marien- abgotterei"""" oder der Anbetung der Gottlichkeit, dem Kriechen vor der weltlichen Macht, die ruhige Liebe zum Leben. Diese findet unvermeidlich den rechten Weg und tut sich kund in Iieblicher Farbung, anmutiger Linie und harmonischer Anordnung, ungestdrt durch irgendeine bestimmte Last, und ebenso unbekiimmert urn die Gelehrsamkeit oder sich derselben ebensowenig verpflichtet fiihlend, wie die Blume am Wege, welche ihre Blumenblatter aufwarts zur Sonne wendet, sich urn den Pflanzer, welcher an ihr vorubergeht, kiimmert oder sich ihm im geringsten fur die Konstruktion ihrer Blumenblatter oder die Gleichmassigkeit ihres Baues ZLI Dank ver- pflichtet fiihlt.
OCR Text Show
Publisher Ernst Wasmuth
Type Image
Format application/pdf
Language ger
Relation is part of: Wasmuth Portfolio vol.
Coverage time:1910
Rights Management http://rightsstatements.org/page/CNE/1.0/
Scanning Technician Kelly Taylor
Metadata Cataloger Clifton Brooks
Digitization Specifications Scanned with a Leica S1 Pro digital scanning camera using a Hasselblad CFi 50mm F/4 lens. Exposure at f/8. Lighting provided by Kaiser Softlite ProVision 6x55W flourescent 5400K daylight lights. Files saved as uncompressed TIFF at 5000x 3200 pixels and converted to 500 X N pixel JPEG 2000 images for web presentation.
Call Number NA737.W7 A28
Setname uum_rbc
Date Created 2005-03-11
Date Modified 2005-03-11
ID 204477
Reference URL https://collections.lib.utah.edu/ark:/87278/s6057cw3/204477