Page 008

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Title Ausgefuhrte Bauten und Entwurfe
Subject Wright, Frank Lloyd, 1867-1959; Architecture--Drawings and plans
Creator Wright, Frank Lloyd, 1867-1959
Description German version of Frank Lloyd Wright's introduction to the pair of folios published in 1910-1911 by Ernst Wasmuth to publicize Wright's work to the European world.
Contributors Ernst Wasmuth (Firm)
Date 1910
Type Text
Format image/jpeg
Language ger
Coverage Time: 1910
Rights Management J. Willard Marriott Library, University of Utah copyright 2001
Holding Institution J. Willard Marriott Library, University of Utah
Scanning Technician Kelly Taylor
Metadata Cataloger Clifton Brooks; Ken Rockwell
Call Number NA737.W7 A28
ARK ark:/87278/s6057cw3
Setname uum_rbc
Date Created 2005-03-11
Date Modified 2019-08-01
ID 204507
Reference URL https://collections.lib.utah.edu/ark:/87278/s6057cw3

Page Metadata

Title Page 008
Subject Frank Lloyd Wright; architects; architecture
Creator Wright, Frank Lloyd, 1867-1959
Description anderen Verhaltnissen entlehnt sind, zu gebrauchen, muss ebenso enden, wie die Renaissance endet - mit volligem Verlust des natiirlichen Zusammenhangs mit dem Seelenleben des Volkes; es wird etwas Fremdes in den Hinden der ,,Professoren"""", das wenig mehr bedeutet als eine Maske fiir irgendein Geschehnis oder ein Zeichen weltlicher Macht fiir diejenigen, deren Leben durch sie belastet, aber nicht zum Ausdruck gebracht ist; ein schrecklicher Verlust fiir das Leben, fiir den die Wissenschaft niemals entschidigen kann. Bauwerke werden immer der kostbarste Besitz in der Menschen Umgebung sein, das, was am meisten Bildungswert hat. Aber bis das Volk wieder Freude empfinden wird an der Architektur als an einer lebenden Kunst, die man den Gebguden aller wirklich grossen Perioden aufgepragt sieht, oder vielmehr solange, als ver- derbte ldeale die Maske fiir wirkliche Tatsachen und Zage bewahren - die Maske, die die Re- naissance trug, solange wird die Architektur etwas Totes bleiben. In der ganzen Bewegung kann man die Kunst nur zu dem Niveau eines Hilfsmittels herabgedriickt sehen. Welche Zukunft hat ein Volk, das damit zufrieden ist? Es ist dann ein Volk, dessen Leben in jedem edlen Sinne des Wortes gelebt ist - ein Ueberleben von Parasiten, die sich von vergangener G&se ntihren; ein Volk, fiir das Frieden und Wohlbefinden auf der Lebensreise das einzige Ideal ist auf dem Wege zu ihrer Vernichtung durch irgendein barbarisches Geschlecht, das ldeale und heftiges Verlangen nach ihrer Verwirklichung in edler konkreter Form hat. In Amerika ist man durch diese Zustinde in schlimmere Irrtiimer geraten als in Europa, weil die Amerikaner keine traditionellen Formen haben, mit Ausnahme derer, die nach und nach von allen Vb;lkern angehauft worden sind, die sich aber nicht ohne Opfer den neuen Zustsnden anpassen; und folglich gibt es such in Amerika keine wahre Verehrung fiir Tradition. Da die Architektur eine Notwendigkeit ist, so treffen die amerikanischen Architekten ihre Auswahl unter dem Lager ,,fertiger Architektur"""" in der ganzen Welt, und sie haben den meisten Erfolg, wenn sie Form fiir Form, Linie fiir Linie wiedergeben und Einzelheiten nach photographischen Auf- nahmen von den Originalen anfertigen. Gewiss, das geht. Die Menschen werden architektonisch eingekleidet und iiberdacht. Die modernen Bequemlichkeiten werden sehr geschickt, wie wir zugeben miissen, eingeschmuggelt. Aber ist dies Architektur? Formte die Tradition in dieser Weise grosse Stile? Liegt in dieser vielziingigen Verwirrung geborgter Formen ein grosser Geist, der Ordnung aus diesem Chaos schaffen wird? Lebenskraft, Einheit und Griisse aus Hohlheit und Disharmonie? Die ldeale der Renaissance werden uns nicht retten, denn die Renaissance selbst war unorganisch. Ein Begriff dessen, was eine organische Architektur bildet, wird uns zu besseren Dingen fiihren, sobald er einmal in Herz und Geist der Menschen gepflanzt ist, deren Mittel und Kenntnis, deren wirkliche Macht unzweifelhaft ist, und die nicht durch Hilfsmittel und Formen, deren Natur und Ursprung sie nicht in Beziehung zu dem Geist, der sie erschaffte, studiert haben, im Banne gehalten werden. Die Natur dieser Formen wird nicht in lebensfshigem Sinne in der bildenden Kunst, such nicht in irgendeiner Schule, in der Architekten gebildet werden, gelehrt.
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Publisher Ernst Wasmuth
Type Image
Format application/pdf
Language ger
Relation is part of: Wasmuth Portfolio vol.
Coverage time:1910
Rights Management http://rightsstatements.org/page/CNE/1.0/
Scanning Technician Kelly Taylor
Metadata Cataloger Clifton Brooks
Digitization Specifications Scanned with a Leica S1 Pro digital scanning camera using a Hasselblad CFi 50mm F/4 lens. Exposure at f/8. Lighting provided by Kaiser Softlite ProVision 6x55W flourescent 5400K daylight lights. Files saved as uncompressed TIFF at 5000x 3200 pixels and converted to 500 X N pixel JPEG 2000 images for web presentation.
Call Number NA737.W7 A28
Setname uum_rbc
Date Created 2005-03-11
Date Modified 2005-03-11
ID 204457
Reference URL https://collections.lib.utah.edu/ark:/87278/s6057cw3/204457